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EUPHORIUM_freakestra. Vergangene Aufführungen

 

FDSLI.d g o u d t s d s l d s° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improvisierte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra
Hier brennt sie, die Szene der Zeitgenössisch Improvisierten Musik. Das legendäre experimentelle Forum des Musikwissenschaftlers und Performers Oliver Schwerdt präsentiert neben der Kunst klanglicher Innovierung immer auch die performative Qualität einer kinetisch-skulpturalen Praxis erweiterten Instrumentalspiels. Verschiedene, mehrgenerationell aufgestellte Instrumental-Konstellationen präsentieren neue Ergebnisse der professionellen Internationalen.
- Liz Allbee (tp), Karoline Schulz (fl), Daniel Beilschmidt (e-org), Kathrin Pechlof (harp), Emilio Gordoa (perc) ‒ USA/D/MEX
- Friedrich Kettlitz (voc), Oliver Schwerdt (gp, perc) ‒ D
13. November 2021 (20 Uhr); Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Ein sublimes, klanglich höchst fein nuancierendes Kammerquintett! Zwischen Liz Allbee und Karoline Schulz, den beiden den Avantgarde-Zirkeln Berlins und Dresdens entstammenden Bläserinnen, sowie der kongenial klanglich-perkussiven Könnerschaft von Kathrin Pechlof, unserer Harfenistin (z.B. A n d r o m e d a M e g a E x p r e s s O r c h e s t r a), und des Mexikaners – Emilio Gordoa springt für Morten J. Olsen, eigentlich Morten Johan Olsen, jetzt Morten Johan Olsen Joh, ein, der mit seinem Noise-Punk-Duo M o H a ! bei Alexander Schuberts Ahornfelder Festival im Jahre 2008 in der NATO zu erleben war – setzt Daniel Beilschmidt seine so elektrifizierend dicht getastete Harmonik. Tatsächlich legt der L e i p z i g e r U n i v e r s i t ä t s o r g a n i s t seinen ganzen Messiaen in eine KORG CX-3 hinein. Wir erwarten von dem Debut der Fünf nichts Geringeres als eine meisterlich sich vor uns ausbreitende Klanglandschaft! Dass
die Gebrüder Toffel, Pan und Kar, zudem über der Bühnenkante eine Taste klinken, dürfte gewürfelt sein.
- Axel Dörner (tp), Oliver Schwerdt (gp, perc), Julian Sartorius (dr, perc) ‒ D/CH
- Maya Homburger (v) ‒ CH
- Oliver Schwerdt (gp, perc), Barry Guy (db), Baby Sommer (dr, perc) ‒ D/GB
14. November 2021 (20 Uhr); Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Hardcore-Freejazz! Zwei exquisite Trios spielen mit verschiedenen Traditionen musik-instrumentaler Konstellationen der Szene. Dass mit Julian Sartorius (Colin Vallon, Sophie Hunger usw.) der wohl spannendste Jung-Schlagzeuger der Schweiz Trommeln und Becken zu jenem Ensemble rührt, welches Axel Dörner und Oliver Schwerdt aka Elan Pauer 2013 mit Christian Lillinger aus der Taufe hoben (Dirn Bridge, 2013), ist eine Sensation! Axel kennt ihn bisher nicht. Und dann breitet jenes hochgelobte Klaviertrio seine Schwingen aus, welches Oliver Schwerdt mit Baby Sommer und Barry Guy, dem Grandmaster des freien Kontrabassspiels britischer Schule! (One For My Baby And One More For The Bass, 2018), gebildet hat und erst eben, Anfang Oktober dieses Jahres, unbestritten den fulminanten Höhepunkt des ersten Tages beim Festival in Saarbrücken erspielte. Nun, Maya Homburger, die von Sir Eliot Gardiner her bekanntermaßen für den Barock einstehende Violinistin, wird uns doch ein Ständchen spielen!

Eintrittspreise: 16,- Euro; 12,- Euro (ermäßigt)
- Anat Cohavi (cl), Susanne Fröhlich (fl), Nuria Andorra (perc), Oliver Schwerdt (gp, perc), Daniel Beilschmidt (e-org) ‒ USA/D/SPA
18. Dezember 2021; Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46. Ausschließlich Online-Präsentation 20. Dezember 2021 (20 Uhr): https://vimeo.com/658666915
Ein sublimes, klanglich höchst fein nuancierendes Kammertrio! Die zwei avancierten Bläserinnen aus Berlin – Anat Cohavi und Susanne Fröhlich formulieren eine der zahlreichen Erstbegegnungen des Festivals – treffen auf die spanische Perkussionistin Nuria Andorra. Der Swing, den Anat mit Liz im Vorjahr noch an der Seite Sven-Ake Johanssons verduften durfte, kommt dabei vermutlich gänzlich unter die Räder.

- Virginia Genta (ts), Silke Eberhard (as), Pierre Borel (as), Oliver Schwerdt (gp, perc), John Edwards (db), Antonio Borghini (db), Christian Lillinger (dr, perc) ‒ I/GB/D
19. Dezember 2021; Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46. Ausschließlich Online-Präsentation 21. Dezember 2021 (20 Uhr): https://vimeo.com/655635215
Hardcore-Freejazz! Dieses Quintett spielt mit jener Tradition musik-instrumentaler Konstellationen, bei der die expressivistische Frontstellung eines Saxofonisten durch das Powerplay aus Konzertflügel, gedoppeltem Kontrabass und Schlagzeug angetrieben wird. Hier setzen sich Schwerdts Petrowsky (Tumult! Krawall! Rabatz! Radau! Remmidemmi!, 2013-15), Schwerdts Brötzmann (Karacho!, 2017, Bambule!, 2017), Schwerdts Sakata (Tornado!, 2018) und Schwerdts Dikeman (Inferno!, 2018) dank MUSIKFONDS und KULTURAMT für Virginia Genta ein. Im Übrigen formulieren John Edwards und Antonio Borghini eine der zahlreichen Erstbegegnungen des Festivals auch in einem separaten Duo-Stück mit zwei Kontrabässen. Dass an diesem Abend neben Virginia Genta auch Silke Eberhard ein Horn stoßen wird, gehört zu den wunderlichen Angeboten & Absagen des Oliver Schwerdt. Günter Sommer und Ulrich Gumpert haben ihn beraten.
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V.in Kooperation mit der naTo e.V. und EUPHORIUM Productions. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Musikfonds. Diese Maßnahme wird mitfinanziert diurch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Piano Centrum Leipzig und der Kleinen Musikschule Lindenau.

John Dikeman/Oliver Schwerdt/Christian Lillingerr
John Dikeman (ts)/Oliver Schwerdt (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
12. März 2022; St. Johann, Tirol (Österreich).

Oliver Schwerdt Solo
Oliver Schwerdt (gp).
11. September 2021 (12 Uhr); Peitz, Rathaussaal

Oliver Schwerdt/Barry Guy/Baby Sommer
Oliver Schwerdt (gp). Barry Guy (db), Baby Sommer (dr, perc)
1. Oktober 2021 (20 Uhr); Saarbrücken.

Beilschmidt & Schwerdt: A Landscape Becoming Factory
Daniel Beilschmidt (e-org), Oliver Schwerdt (e-org).
10. September 2021 (20 Uhr); Leipzig, Werk II
Bezogen auf das Verständnis von Industriekultur als eine bestimmte Form der Organisation des Stoffwechselprozesses zwischen dem Menschen und der Natur klinkt sich das Duo Beilschmidt/Schwerdt mithilfe industriell erzeugter Klanggeräte in unsere auditive Erfahrung von Alltagswelt und Kunst ein. Vier Leipziger Hot Spots der Industriekultur sind für die Ausprägung der vier Phasen der von Beilschmidt/Schwerdt exklusiv für die 9. Tage der Industriekultur Leipzig realisierten musikalischen Darbietung virulent: der Tagebau Vereinigtes Schleenhain, der Hauptbahnhof Leipzig, der Flughafen Leipzig/Halle und die Leipziger Baumwollspinnerei. In vier verschiedenen Konstellationen mischen sich architektonische Räume und Mobilität, künstlerische Narrative und Gerätschaften. Die künstlerische Inszenierung der Ausdruckskraft der genannten, unsere Kultur im Industriezeitalter maschinell steuernden Orte firmieren bei Beilschmidt/Schwerdt unter folgenden Titeln: a landscape becoming factory, happening railways, the episcopy of a rocket flare/light speedy astro cab, fabric of art.

Widrüglir Fartrappe (Oma’s Aspik)
Friedrich Schwerdt (Stimme, Konzertflügel, Holtzwertbreuge)
13. März 2021 (20 Uhr); Radio Free Horns (Live-Audio-Stream)
Friedrich Schwerdt hat vor dem Weinholder Drachen gekniet und den Talgkitzler gerochen
– sein Klimbim am Piano ist furztrocken, doch die Stimme steht.

Die Abenteuer des Allech Schiff-Elmir. Ein Dunkel-Hören-Film
14.-15. November 2020; Feitenbrueden?
EUPHORIUM_freakestra: Beate Wein (voc, gp), Hermann Grüneberg (as), Fabian Niermann (ts), Jan Filkorn (gp), Claudius Bruns (gp), Hansi Noack (v), Thomas Walter (e-git).
In memoriam der im Jahr 2000 aufgenommenen Abenteuer des Birg Borgenthal organisiert Ensembleleiter Oliver Schwerdt unter dem Pseudonym Allech Schiff-Elmir einen neuen Dunkel-Hören-Film.

ESZRR.f d d d l i p i u h d a f° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improviserte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra
ESZRR.f d d d l i p i u h d a f° bildet als Festival ein mehrteiliges experimentelles Forum der Zeitgenössisch Improvisierten Musik. Neben der klanglichen Innovierung wird die performative Qualität des Musizierens akzentuiert. Im Mittelpunkt stehen Kommunikationsprozesse, welche individuelle Ausdrucksformen und Spielpraktiken in unmittelbaren Begegnungen der Akteur*innen zu kollektiven Ereignissen werden lassen. Die Mitwirkenden speisen sich mehrgenerationell aus der professionellen Internationalen. Im Zentrum steht 1. die personelle und musikalische Weiterentwicklung einer Großform des seit 1999 arbeitenden Projektensembles und 2. das Experiment mit verschiedenen, sowohl systematisch geplanten wie spontan kuratierten Instrumental-Konstellationen sowie deren wechselseitigen Bezugnahmen.
14-15 November 2020
EUPHORIUM_freakestra: Liz Allbee (tp), Frank Gratkowski (sis, ts, bcl), Hartmut Dorschner (ss, as), Anat Cohavi (cl, bcl), Sonja Horlacher (fl), Oliver Schwerdt (gp, perc, li, e-p, e-org), Daniel Beilschmidt (e-org), Friedrich Kettlitz (voc, perc, li, e-org, e-git), Rudi Feuerbach (e-git), Anna Viechtl (harp), Matthias Bauer (db), Patrick Schanze (e-b, tp), Jacob Müller (e-b), Hannes Lingens (perc), Matthias Macht (dr, cymb), Sven-Ake Johansson (dr, cymb).

Leipzig, Baumwollspinnerei, Spinnerei-Str. 7.
Eintritt online (kostenfrei), 15. November 2020 (20 Uhr): https://vimeo.com/event/452711 16. November 2020 (20 Uhr): https://vimeo.com/event/457438
Das ist die hohe Kunst der Improvisation: Ein Ensemble zu entwerfen, deren Agenten Bälle der Migration in die Horizonte fluten. Die Membranen der Integration? ‒ auf’s Pendel schütteln, so daß Klänge zu Molekülen frieren, deren Schattierungen jetzt glitzern. Das EUPHORIUM_freakestra ist alle paar Jahre renovierter Prüfstein und Wappentier solch musikalischer Modellierungen des Sozialen zu Leipzig. Gut 20 Jahre nach seiner Gründung sitzt diese Werkstatt zweimal den ganzen Tag. Da splittern die zugezogenen Berlinerinnen hinein, ein alter und ein junger Schweizer. Die Harfe aus der Kiste! Das ist Gebers‘ alte Hütte, Blobels altes Haus. Der letzte Bauer ist auch dabei. Endlich trifft sich die Free Acoustic mit der Electric Supergroup ganz und gar. Feuerbach und Beilschmidt schieben ihre virtuosen Geschmacksknospen via Sonderflug zur Tür der naTo hinein. Ob der Bassist aus Weilheim kommt, bleibt ein Geheimnis. Einer der Schlagzeuger ist einer der neun Baby europaweit flankierenden Alten. Diese Gruppe hat’s noch nie zuvor gegeben. Nie wird sie morgen wieder jemals sein. Das Mega-Ereignis.

Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V. in Kooperation mit EUPHORIUM Productions. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Musikfonds. Diese Maßnahme
wird mitfinanziert diurch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Unterstützt durch das Piano Centrum Leipzig und die Kleine Musikschule Lindenau.

Samba aus Großzschocher
28. August 2020
EUPHORIUM_freakestra: Patrick Schanze (tp), Hartmut Dorschner (ss, as), Oliver Schwerdt (gp), Daniel Beilschmidt (e-org), Friedrich Kettlitz (e-git), Paul Lapp (db), Philipp Rohmer (db), Clemens Litschko (dr, perc), Max Stadtfeld (dr, perc).
Tschechien, Boskovice.
Einer Tradition folgend, welche das EUPHORIUM_freakestra mit zum großen Teil jungen Leipziger Improvisationsmusikern besetzt, präsentiert sich der Samba aus Großzschocher sowohl im Tutti-Interplay als auch in verschiedenen kleineren Besetzungen.

HM.n g y j a° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improviserte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra zu Migration und Integration
Schiere Aufregung um Zeitgenössisch Improvisierte Musik ‒ diese musikalisch-theatralische Installation bildet ein mehrteiliges experimentelles Forum: neben der klanglichen Innovierung wird die performative Qualität einer kinetisch-skulpturalen Praxis erweiterten Instrumentalspiels akzentuiert. Im Mittelpunkt der systematischen Bearbeitung verschiedener Instrumental-Konstellationen stehen Prozesse personaler Migration und sozialer Integration. Sie werden musikalisch beispielhaft für analoge alltagsgesellschaftliche Kommunikationen modelliert. Die Mitwirkenden speisen sich mehrgenerationell aus der professionellen Internationalen. Im Zentrum steht, erstens, eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des Schaffens eines sowohl mit Ernst-Ludwig Petrowsky als auch mit Peter Brötzmann erarbeiteten Freejazz-Trios und -Quintetts. Zweitens arbeitet HM.n g y j a° weiter an dem elektronischen Doppel-Orgel-Drone-Kollektiv-Pseudonym-Tryptichon Ra Ra da Boff/Ribo Flesh/Rudur Zidong und hat dieses Mal ein famoses schweizerisch-französisches Doppel-Rohrblatt dazugebucht. Drittens, zieht das E U P H O R I U M _ f r e a k e s t r a nach seinem 2015er Auftritt im NuR noch einmal in den Osten, und beschwört mit seinem Haupt-Redner Friedrich Kettlitz jetzt die abgestandene Hipster-Freshness in Person: das Goldhorn!
25. Oktober 2019 (ab 20 Uhr)

- John Dikeman (ts), Elan Pauer (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
- Urs Leimgruber (ts, as), Joris Rühl (cl), Ribo Flesh (e-org)
- Rudur Zidong (e-org), Stefan Stopora (timp)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 18,- Euro; 12,- Euro (ermäßigt)
Hochexpressiv bis hymnisch wie der junge amerikanische Tenorsaxofonist John Dikeman die Schule eines Albert Ayler im heutigen Europa fortführt, trifft er in Leipzig auf eine musikinstrumentale Konstellation wie sie, ohne Kontrabass, im Free Jazz seit 1962 Karriere macht; nach Taylor/Murray, van Hove/Bennink, Ganelin/Tarrasow, Schlippenbach/Lovens, Gumpert/Sommer lassen Oliver Schwerdt alias Elan Pauer und Christian Lillinger ihre Rhythmen polytaktisch springen, zerspringen, Klangfarben in brillanten Gewändern aufflattern und zerschundene Geräuschflecken ein weiteres Mal zerbersten: ein Inferno zum Mitsingen.
Danach oder davor herrscht Ruhe, die eletronische Ruhe eines elektrifizierten Orgeldrones, elektrifizierend langsam, doppelt, gedoppelt. Die Bläser, die jetzt auftauchen, haben ihre Instrumente jahrzehntelang neu erfunden: Urs Leimgruber das Saxofon, Joris Rühl die Klarinette. Hier in der naTo, treffen sie sich zum ersten Mal. Nicht nur für uns, auch für sie selbst beginnt ein unerhörtes Erlebnis. Dem hören wir zu. Das Konzert gehört dann zu uns. Schließlich verwandelt ein Mitglied des E n s e m b l e s A v a n t g a r d e Ribo Flesh in Rudur Zidong!

9. November 2019 (ab 20 Uhr)

- Friedrich Kettlitz (voc)
Leipzig, Goldhorn, Eisenbahnstraße 97.
Eintrittspreis: 3,- Euro

Manch einem musikalischen oder literarischen Veranstaltungsort ist ein gastronomisches Stübchen zugesellt, in dem sich tagaus, tagein eine theatralische Intensität ereignet, welche die dann und wann angekündigten und über die Bühne gebrachten Veranstaltungen in den Rang einer bloß akzidentiellen Position verweist. Unter den Leipziger Etablissments ist etwa das Noch Besser Leben ein solcher Ort. In der alten naTo gab es zudem einen separaten Bereich, der, normalerweise dem öffentlichen Treiben entzogen, auftretenden Musikern als ein nicht hinter der Bühne, sondern rechts der Kasse liegender Backstage-Raum zur magischen Kammer ward. Rabolgs Berwand ist noch älter als die naTo. Sie liegt auch keineswegs in der Leipziger Tieflandsbucht. Stattdessen ziehen wir ins Gebirge zur Zechbude einer uralten Kluft. Unwahrscheinliche Gestalten erscheinen. Gesualdo, Hektoparkur, Etzelprettbischliff. Sie trinken dort einen Hing, einen Sapp oder einen Luff. Neben dem Skat wird hier auch die Architektur neu erfunden. Der Text selbst versammelt in Form von Buchstaben Strategien, die in den musikalischen Prozessen, welche im genannten Südvorstädter Hort der Internationalen der Improvisatorischen Avantgarde schon vor Bert Nogliks Ausgaben der Musik-Zeit, schon in den 1980er hörbar realisiert wurden und seit 2002 im Rahmen der EUPHORIUM-Minifestivals Oliver Schwerdts so prominent dort jährlich ein- und ausziehen. Einzelne Motive verleihen einander unmittelbar im Moment ihres Auftretens Sinn. Die Geschichte fällt ein und ist nicht etwa ausgedacht. In einem hoch dynamischen Interaktionskreis scheint ein semantisch katapultierender Verweisungshorizont, der nicht in toto kalkuliert ist, auf und hält sich. Improvisation heißt hier: die Erzählung überrascht sich beständig selbst. Wir dürfen lachen. Aber endlich!, jeder lacht an einer anderen Stelle. Nur aufgrund der beinahe zwanzig Jahre währenden schriftstellerischen Erfahrung in diesem Stoff, lässt sich über eine einhunderttausend Zeichen weite Strecke Konsistenz, aus bloß hingesprochenem Esprit ein Meisterwerk auftürmen.
Rabolgs Bergwand ist das bisher ausgedehnteste Kapitel des Der Scheif Umläppert-Lasen genannten Epos des E U P H O R I U M _ f r e a k e s t r a. Literaturgeschichtlich gesehen sind in diesem Text stilistische Eigenheiten verkörpert, die Alain Robbe-Grillet im Nachgang zu Samuel Becketts Romänchen vorgestellt hat. Auch Helge Schneider hat unbeabsichtigterweise mitgestrickt. In einigen der beschriebenen Szenen sind strukturell non-lineare Komplexe verwirklicht, in denen zu bemerken ist, wie sich der Erzählstrang paradigmatisch multi-dimensional öffnet. Unabhängig von der hier avisierten gedanklichen Durchdringung ist Rabolgs Bergwand vordringlich sinnlich opulent. Nicht zuletzt bemerkenswert: Die ganze Geschichte ist dem Sprecher Friedrich Kettlitz auf den Leib getragen. Ohne ihn, nach dem man sie auch kettlitzistisch genannt hat, gäbe es sie nicht. Schon gar nicht wäre sie vorlesbar.
14. Dezember 2019 (ab 20 Uhr)
- Peter Brötzmann (as, ts), Oliver Schwerdt (gp, perc), John Edwards (db), John Eckhardt (db), Christian Lillinger (dr, perc)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 18,- Euro; 12,- Euro (ermäßigt)

Kurator Oliver Schwerdt hat 2011 einen Teil des EUPHORIUM-Projektensembles zum Quintett um Ernst-Ludwig Petrowsky, einen Superman des Freien Jatz (Rigobert Dittmann), abgeordnet. Das 2013-15 in der naTo eingespielte Tryptichon Tumult! Krawall! Rabatz! wurde zum vielbeachteten Spätwerk, schließlich zum grandiosen Vermächtnis des Saxofon-Primus‘ einer als Paradies der freien Musik (Fred van Hove) gewürdigten DDR. 2017 dann die Fortsetzung des die Klavier/Schlagzeug-Achse mit zwei Bassgeigen doppelt grundierenden, kontrapunktierenden, flageolettierenden Ensembles: in eine solche, schon von Ornette Coleman und John Coltrane für deren frühe Entwürfe dieser Musik geschätzte Doppelung ist Petrowskys west-deutsches Pendant Peter Brötzmann mit Karacho eingestiegen. Jetzt sehen wir ihn wieder und dieses Quintett: ein vorweihnachtliches Spitzenevent der Katharsis. p.s. Am Rand der Bühne liegt das von Ulrich Steinmetzger, dem Rezensenten der ortsvölkischen bzw. volkseigenen Ortszeitung 2017 gewünschte Hör-Dokument: das Album Karacho! wird an diesem Abend erschienen sein.
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V.in Kooperation mit der naTo e.V. und EUPHORIUM Productions. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert diurch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Piano Centrum Leipzig und der Kleinen Musikschule Lindenau.

Brigo Bräugefergk und der gedrillte Dart. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra
14. November 2019 (18 Uhr)

- Hartmut Dorschner (ss, as), Oliver Schwerdt (gp, dp, li, perc), Friedrich Kettlitz (e-git, voc), Günter Sommer (dr, perc)
Leipzig, Deutsches Buch- und Schriftmuseum, DNB, Deutscher Platz 1.
Eintritt: frei

Brigo Bräugefergk hat Anfang der 2000er eine Kettlitzistische Rede über sich entfaltet. Jetzt wirft er mit Professor Günter Baby Sommer, der ja wissen muss, wie das geht, das Bauhaus zum 100. Mal die Treppe hinab. Dann liest er daraus eine neue Sammlung, Börte Blomengrauss hilft ihm dabei. Oliver Schwerdt hat schon im Konzertsaal der Musikhochschule von Düsseldorf-Stadt gesessen, um einer neuen Erzählung eines Zweiges der Famlie von Trott zuzuhören. Jetzt steigt er einer anderen Leiter zu den goldrund schwebenden Kuchen aus dem Backhaus Borgenthal. Hartmut Dorschner hat 30 Tage gefasstet und 10 Tage lang kein Wort gesagt. Jetzt spielt er wieder Saxofon

Musik und Bauhaus
18. Juni 2019 (ab 19 Uhr)

Oliver Schwerdt (voc, gp), Baby Sommer (dr, perc)
Leipzig, Deutsche Nationalbibliothek

CHRRR.t s u p l y s z t o r g k° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improviserte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra zu Migration und Integration
Schiere Aufregung um Zeitgenössisch Improvisierte Musik ‒ diese musikalisch-theatralische Installation bildet ein mehrteiliges experimentelles Forum: neben der klanglichen Innovierung wird die performative Qualität einer kinetisch-skulpturalen Praxis erweiterten Instrumentalspiels akzentuiert. Im Mittelpunkt der systematischen Bearbeitung verschiedener Instrumental-Konstellationen stehen Prozesse personaler Migration und sozialer Integration. Sie werden musikalisch beispielhaft für analoge alltagsgesellschaftliche Kommunikationen modelliert. Die Mitwirkenden speisen sich mehrgenerationell aus der professionellen Internationalen. Im Zentrum steht eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des Schaffens sowohl eines mit Ernst-Ludwig Petrowsky und Peter Brötzmann erarbeiteten Freejazz-Quintetts als auch des Triospiels von Günter Baby Sommer. Neben einer dezidiert grandiosen Premiere ‒ die japanische Saxofon-Legende Akira Sakata (Yosuke-Yamashita-Trio 1972-79) war nie zuvor in Leipzig leibhaftig zu erleben ‒ treten ebenso vier international zentrale Akteure der jüngeren Generation erstmalig unserenorts auf! Von diesem Odem vitalisiert, fordert das Projekt auch den lokalen musikalisch dezidiert neuschaffenden Nachwuchs heraus.
16. November 2018 (ab 20 Uhr)

- John Dikeman (ts), Elan Pauer (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
- John Dikeman (ts), Elan Pauer (gp), John Edwards (db), Ingebrigt Haaker Flaten (db), Christian Lillinger (dr, perc)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 15,- Euro; 10,- Euro (ermäßigt)
17. November 2018 (ab 20 Uhr)

- Elan Pauer (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
- John Dikeman (ts), Elan Pauer (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 15,- Euro; 10,- Euro (ermäßigt)

9. Dezember 2018 (ab 20 Uhr)
- Oliver Schwerdt (gp), Barry Guy (db), Baby Sommer (dr, perc)
- Rudur Zidong (e-org), Antonin Gerbal (dr, perc), Hannes Lingens (dr, perc).
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 20,- Euro; 15,- Euro (ermäßigt)

10. Dezember 2018 (ab 20 Uhr)

- Akira Sakata (as, cl, voc), Elan Pauer (gp), Christian Lillinger (dr, perc)
- Akira Sakata (as, cl, voc), Elan Pauer (gp), John Eckhardt (db), Antonio Borghini (db), Christian Lillinger (dr, perc)
- Präludium: Mark Weschenfelder (sax), Philipp Martin (e-b), Philipp Scholz (dr)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 20,- Euro; 15,- Euro (ermäßigt)

Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V.in Kooperation mit der naTo e.V. und EUPHORIUM Productions. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Musikfonds. Diese Maßnahme wird mitfinanziert diurch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.


DDD.o l o l o° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improviserte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra zu Migration und Integration

7. Oktober 2017 (ab 20 Uhr)

Peter Brötzmann (as, ts), Oliver Schwerdt(gp), John Eckhardt (db), John Edwards (db), Christian Lillinger (dr. perc)
Die Jazztage haben noch nicht angefangen, aber dieses unfassbare Karacho steht: Peter Brötzmann in der naTo! Er hat hier zum letzten Mal 2001 gespielt, im Duo mit Baby Sommer. Christian Lillinger schaute damals als Drittsemestler vom Publikum aus zu. Jetzt gibt es die Erstbegegnung des Heros, ja Titanen des teutonischen Freejazz, mit dJahrzehntelang haben sie darauf gewartet: Europas Jazz, zwei seiner Legenden. Dabei hieß es, jeder der Gründungsväter hat im Laufe seiner Mitte der 60er Jahre anhebenden Karriere irgendwann einmal mit jedem anderen der Szene gespielt und seine jeweilige musikalische Handschrift im Angesicht des Gegenübers präzisiert. Jetzt stellt sich heraus, der bassspielende Mitstreiter eines solch frühen Manifestes der britischen Szene wie Withdrawal, Barry Guy, der Leiter des London Jazz Composers Orchestras hat zwar im brandenburger Mekka Peitz gespielt, aber nie mit Baby Sommer, den weltweit seine Trommel rührenden, ost-deutschen Heros von Chicago-Wuppertal-Dresden die Bühne gleichzeitig geteilt. Dabei verfügen sie über das selbe performative Gen und arbeiten im selben musikalischen Puls. Erleben sie dieses Gipfeltreffen zweier Virtuosen in vollendeter Reife. Mit dem an Petrowsky- und Brötzmann geschulten Oliver Schwerdt gießt sich das so mächtige wie sensible Spiel der Alten in ein fulminantes Klaviertrio ein.
Leipzig, Horns Erben, Arndtstr. 33.
Eintrittspreise: 15,- Euro; 10,- Euro (ermäßigt)
em agilen Jüngeren und jetzt aktuellen Träger des SWR-Jazzpreises. Das internationale EUPHORIUM-Projektensemble, ausgezeichnet für musikalische Migrations- und Integrationsprozesse, stellt nach den Tumult-, Krawall- und Rabatz-Quintetten um Ernst-Ludwig Petrowsky (2013-15) nun das west-deutsche Pendant, den höchstpersönlichen Erfinder des sonisch ausgefeilten Alarms in die Hitze eines erprobten Interaktionsraumes ein!
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 15,- Euro; 10,- Euro (ermäßigt)
16. Dezember 2017 (ab 20 Uhr)
Oliver Schwerdt (gp), Barry Guy (db), Baby Sommer (dr, perc); Friedrich Kettlitz (voc), Baby Sommer (dr, perc)

Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V.. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


Oliver Schwerdt
2. Dezember 2017 (ab 20:30 Uhr)
Oliver Schwerdt (gp); Mark Weschenfelder (sax), Oliver Schwerdt (gp, perc), Konstantin Behrendt (e-git), Fred Lonberg-Holm (cel), Simon Camatta (dr, perc), Steffen Roth (dr, perc)

Leipzig, Kulturnhalle, Connewitzer Str. 6.

LLÜLL.b r i d u n d ü r° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für Zeitgenössisch Improviserte Musik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra zu Migration und Integration
2. Dezember 2016 (ab 20 Uhr)

Schlippenbach Trio: Alexander von Schlippenbach (gp), Evan Parker (ts), Paul Lovens (dr. perc);
Elan Pauer Solo (gp)
Alexander von Schlippenbach begründete 1966 vom Klavier aus die Studentenrevolution und komodellierte den Jazz für’s Nouvelle Vague. Kein Wunder, dass sein Kollege Barre Philipps die Musik für einen Film von Jacques Rivette einspielte. Jetzt bringt der Graf, dessen Sohn als DJ Illvibe bei Seeed und Lychee Lassi die Plattenteller wischt, sein legendäres Trio zum Konzert nach Leipzig. Ein halbes-Jahrhundert-Ereignis! Nebenbei bemerkt, präsentiert im Vorprogramm Petrowsky-Sideman Elan Pauer sein Solo-Debut, nur an den Tasten!
Leipzig, Horns Erben, Arndtstr. 33.
Eintrittspreise: 12,- Euro; 8,- Euro (ermäßigt)
15. Dezember 2016 (ab 20 Uhr)
New Old Luten Trio: Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (gp, perc), Christian Lillinger (dr);
Frilok Ketel Solo (e-git, perc)
Saxofonist Ernst-Ludwig Petrowsky ist in seiner späten Schaffensphase eine berauschende Renaissance der Vitalität gelungen, wie er sie als „dienstältester Jazzer der DDR“ (Petrowsky in Noglik über Petrowsky) in der ersten Hälfte der 70er Jahre aus den ungestümen Neuerungen von Coleman, Coltrane und Brötzmann für die hiesigen Lande schöpfe. Beeindruckend und berührend ist es, wie er nun noch einmal den meisterlichen Sitz seiner Erfahrung aufsucht, um all seine Kunst einem Atem zuzuführen, der berserkerhaft vor Kraft strotzt, mit zarter Sensibilität vibrierend lindere Horizonte öffnet und über all dem verdichteten Sound des Jazz unserer Gegenwart sich leicht zu einer unendlichen Melodie hinlegt. Hören Sie selbst, was der renommierte Impressario Bert Noglik bei dieser Musik als „Getöse und Feuer, Aufruhr und Erleuchtung“ erlebt. Für Urs Leimgruber ist es einfach „Free Jazz at it’s best!“ Nebenbei bemerkt, präsentiert im Nachprogramm Frilok Ketel sein Solo-Debut, nicht nur an den Saiten!
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 12,- Euro; 8,- Euro (ermäßigt)
16. Dezember 2016 (ab 20 Uhr)
EUPHORIUM_freakestra: Pierre-Antoine Badaroux (as), Bertrand Denzler (ts), Patrick Schanze (tp)
Uli Hübner (as), Basti Wehle (ts), Sylyurd Hydrilsen (gp, perc), Frilok Ketel Solo (e-git, perc), John Eckhardt (db), Barry Guy (db), Philipp Scholz (dr), Clemens Litschko (perc), Burkhard Beins (perc), Baby Sommer (dr, perc)
Das ist die hohe Kunst der Improvisation: Ein Ensemble zu entwerfen, deren Agenten Bälle der Migration in die Horizonte fluten. Die Membranen der Integration? ‒ auf’s Pendel schütteln, so daß Klänge zu Molekülen frieren, deren Schattierungen jetzt glitzern. Das EUPHORIUM_freakestra ist jährlich renovierter Prüfstein und Wappentier solch musikalischer Modellierungen des Sozialen zu Leipzig. Heute sitzt die Werkstatt den ganzen Tag. Seit Mittag: sieben Leipziger in einer Kiste! Das ist Gebers‘ alte Hütte, Blobels altes Haus. Zwischen London und Luzern schiebt Barry Guy seinen virtuosen Geschmack zur Tür der naTo hinein. Neben seinem Kontrabass trägt ein zweiter Kontrabassist einen zweiten, seinen eigenen aus Hamburg. Es ist der andere John. Zudem: zwei Saxofonisten aus Paris (Rue des Poissonniers, Rue Littré) ‒ wie schmecken ihre Selmereien? Die Rhythmusgruppe hat sich bereits in Beirut abgesprochen: Babys professorale Elbtalrassel, und: Beins, Schlagzeuger von Wilson, Schlagzeuger zu Pfleiderer. Hat Patrik Schanze Till Brönners Gitarre gar nicht unterrichtet? ‒ Als Universitätsorganist verheißt Beilschmidt Korg. Diese Gruppe hat’s noch nie zuvor gegeben. Nie wird sie morgen wieder jemals sein. Das Mega-Ereignis.
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 15,- Euro; 10,- Euro (ermäßigt)
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V.. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Deutschen Musikrat.

Friedrichsschwerdt
Oliver Schwerdt (e-org, d-synth), Friedrich Kettlitz (e-git).
11. August 2016 (17 Uhr); Leipzig, Kunstkraftwerke.

Friedrichsschwerdt
Oliver Schwerdt (gp, perc), Friedrich Kettlitz (e-org, e-git).
8. Juli 2016 (22 Uhr); Boskovice.

New Old Luten Trio
Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (gp, perc), Christian Lillinger (dr).
27. Juni 2016 (20 Uhr); Cottbus, Gladhouse Obenkino, Straße der Jugend 16.

ARGONTER.k l ä s c h° – Internationales EUPHORIUM Mini-Festival für urbanistische Echtzeitmusik. Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra
13. Dezember 2015 (ab 20 Uhr);

Friedrich Kettlitz (voc)
New Old Luten Trio-Quintet-Septet: Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Urs Leimgruber (ss, ts), Axel Dörner (tp), Elan Pauer (gp, perc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db), Christian Lillinger (dr); Friedrich Kettlitz (voc)
Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Eintrittspreise: 12,- Euro; 8,- Euro (ermäßigt)
14. Dezember 2015
(ab 17 Uhr) Rudi Feuerbach (e-git), Jacob Müller (e-b), Matthias Macht (dr)
(ab 20 Uhr) Urs Leimgruber (ss, ts), Axel Dörner (tp), Ra Ra da Boff (e-org), Ribo Flesh (e-org), Roger Turner (dr, perc)

Leipzig, NuR, Mariannenstr. 89.
Eintrittspreise: 10,- Euro; 5,- Euro (ermäßigt)
Das EUPHORIUM-Minifestival 2015 - zugleich 14. musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra - präsentiert unter dem opto-onomatopoetischen Titel ARGONTER.k l ä s c h° urbanistisch fokussierte Positionen zeitgenössischer Echtzeitmusik. An zwei Tagen verhandeln verantwortliche Individuen auditiv Modi von Migration und Inklusion. Die Städte London, Leipzig, Luzern, Köln, Berlin, Dresden sind mit tradierten und innovierten Aspekten ihrer kulturellen Hintergründe den spezifischen Praktiken von in Echtzeit agierenden Musikern offenhörbar eingeschrieben und kommunizieren in der Emulsion eines transurbanen Raums. Als Austragungsorte dieser Spiele improvisatorischer Exzellenz hat der kuratierende Kulturwissenschaftler Oliver Schwerdt zwei Hot Spots Musik bevorzugender Geselligkeit angezapft: auf der einen Seite die Südvorstädter naTo, und damit das kulturpolitische Zentrum der Freien Szene Leipzigs, auf der anderen Seite die junge Off-Off-Legende NuR im so brüchig-charmanten Ostteil der Stadt.
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung Zeitgenössischer Darstellender Kunst und Musik e.V. in Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum naTo e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Kuratiert von Dr. Oliver Schwerdt.
HINWEIS: Aufgrund der beschränkten Platzkapazität des Veranstaltungsortes in Leipzig-Volkmarsdorf erfolgt die Präsentation der Musik zwischen 20 und 22 Uhr in zwei aufeinanderfolgenden Teilen für das Publikum A im Maximalumfang von 30 Personen, gefolgt vom ebenso dimensionierten Publikum B, dessen Individuen nicht identisch sind mit den Individuen des Publikums A. Die derart beschriebene Teilung der Musik und der Austausch des Publikums erfolgt gegen 21 Uhr. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Das Modern von Ockergaul
feat. Friedrich Kettlitz (voc), Tim Maucksch (b), Hansi Noack (v)

25. Juli 2015 (21 Uhr); Leipzig, Richard-Wagner-Hain.

New Old Luten Trio
Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (gp, perc),Christian Lillinger (dr).
6. Juni 2015 (20 Uhr); Chemnitz, Neue Sächsische Galerie, Moritzstraße 20.

New Old Luten Quartet
Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (gp, perc), Robert Landfermann (db), Christian Lillinger (dr).
31. Januar 2015 (20 Uhr); Berlin, Institute francais, Kurfürstendamm 211.

SILDU.g u l d e b f u r° – EUPHORIUM-Minifestival 2014 - Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra
EUPHORIUM_freakestra feat. Patrick Schanze (tp), Oliver Schwerdt (gp), Daniel Beilschmidt (org), Steffen Roth (dr); Friedrich Kettlitz (voc), Tim Maucksch (b); Birgit Ulher (tp), Robert Lucaciu (b),

6. Dezember 2014 (20 Uhr); Leipzig, Horns Erben, Arndtstr. 33.
New Old Luten Quintet: Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (gp, perc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db), Christian Lillinger (dr); Im Tempel: Ronny Schmieger und André Schütze sowie Valerija Snajder, Carolin Gießner, Rebecca Herlemann, Mareike Begner, Peggy Pehl, Charlotte Eifler, Lola Fröbe, Karoline Fabian, Anna George Lopez, Carlotta Jacobi, Jasmin Thesenvitz, Mathilde Lehmann, Katharina Schmidt. Special Guests: Georg Weißbach, Kalle Kummer sowie Arne Kalisch, Friedrich Kettlitz und Lucie Chwaszcza.
7. Dezember 2014 (20 Uhr); Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Künstlerische Leitung. Dr. Oliver Schwerdt.
Das internationale EUPHORIUM-Minifestival 2014 bringt unter der Leitung des Musikwissenschaftlers und Kulturhistorikers Dr. Oliver Schwerdt eine Reihe zeitgenössischer Kammermusiken sowie eine theatrale Installation auf Bühnen zweier zentraler Veranstaltungsorte in der Südvorstadt. Am ersten Veranstaltungsabend experimentieren ImprovisatorenInnen aus Hamburg, Leipzig und Dresden am Spielort der Horns Erben. Präsentiert werden musikalische Improvisationen, Konzepte und Wort-Klang-Konstellationen. Am zweiten Veranstaltungsabend auf der legendären Bühne der naTo gibt es dann Musik und Theater erlesenster Sonderklassen: Zunächst, kurz vor seinem 81. Geburtstag, steckt sich Ernst-Ludwig Petrowsky seine Musikhölzer noch einmal euphorisch in den Mund. Sein hochenergetisches Power-Quintett zieht alle Druckknatter-Register der Freejazz-Ära zusammen in die Luft, dann und wann ziselieren die Instrumentalisten zaubrisch am Horizont nur erahnbaren Innenlebens ihrer akustisch privilegiert gehandhabten Dinge. Nach der Pause schließt sich ein Schauspiel ohne Gleichen an: eine Kneipe auf der Bühne -nein! doch!, der Tempel in der Merseburger Straße ist die zentrale Künstlerlokalität der Leipziger Westkultur - hier gibt er sich ein intimes Stelldichein, Westpaket, auf Südbesuch. Nach den EUPHORIUM-Kneipen der Vorjahre wird zum ersten Mal ein echter Sozialkörper inszeniert. Der besondere Dreh: Ronny und Andr
é ihre Gäste sind ausschließlich junge Frauen. Was passiert da mit einem alten Klavier? Vielleicht wesen die Herren Titus, Zille, Enrico im Publikum. Möglicherweise kommt auch der 6-Aus-49-Klaus.

Oliver Schwerdt
Oliver Schwerdt (diverse Instrumente, Stimme)
15. Oktober 2014 (17 Uhr); Leipzig, Universitätsklinik, Zahnmedizin; Ausstellungseröffnung.

Festival Frei Improvisierter Musik
Oliver Schwerdt (gp), Matthias Lorenz (cel)
3. Oktober 2014 (21 Uhr); Dresden, Blaue Fabrik im Exil.

Gurämpel Heppl oder Die Hippel-, Hess- und Hopfensau
Friedrich Kettlitz (voc), Tim Maucksch (b)
3. September 2014 (20 Uhr); Leipzig, Fotoautomat, Karl-Heine-Straße 87.

Das Modern von Ockergaul
feat. Friedrich Kettlitz (voc), Tim Maucksch (b)

2. April 2014 (22 Uhr); Leipzig, Fischbar, Georg-Schwarz-Straße 109.

ONDO.g r a m ö d l° – Eine musikalisch-theatralische Installation neuer Improvisationen und Kompositionen für Friedrich Schenker; Internationales Mini-Festival im Zeitgenössischen Jazz, Ernst-Ludwig Petrowsky zum 80. Geburtstag
Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, h-fl), Elan Pauer (p, perc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db)
Christian Lillinger (dr); Friedrich Kettlitz (voc), Günter Sommer (dr, perc); Axel Dörner (tp)
Matthias Lorenz (vc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db).
17. Dezember 2013 (20 Uhr); Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Axel Dörner (tp), Ra Ra da Boff (org, perc), Roger Turner (dr); Gerd Schenker (perc), Hendrik Reichardt (tb); Günter Heinz (tb, zrn, bfl), Dietmar Diesner (ss); Guillaume Maupin (ac, g, voc, sb), Friedrich Kettlitz (ac, voc), Birg Borgenthal (ac, voc); Hansi Noack (ac, voc),
Volker Friedemann Seumel (ac, voc), Jens-Paul Wollenberg (ac, voc), Jürgen Kerth (ac, voc, g), Rudi Feuerbach (ac, voc, g), Henß (ac, voc, g).
18. Dezember 2013 (20 Uhr); Leipzig, naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46.
Künstlerische Leitung. Dr. Oliver Schwerdt.
Wie die europäische Musik über Nordamerika als Jazz wieder nach Europa zurückgekommen ist, hat kürzlich Ekkehard Jost erzählt (Jazzgeschichten aus Europa, WOLKE). Als Zeitgenössische Improvisationsmusik hat sie in Ost-Deutschland enorm von Friedrich Schenkers Gruppe Neuer Musik Hanns Eisler profitiert. Aus dieser Zeit gibt es sogar eine Schallplatte mit der wohl anspruchsvollsten Musik zu Sindbad und der Seefahrer (antiquarisch, LITERA). Da spielt Schenker der ,dienstälteste Jazzer‘ (Ernst-Ludwig Petrowsky in Noglik über sich selbst) Deutschlands zu. Anfang des Jahres ist Friedrich Schenker verblichen, – in memoriam F. Schenker gibt es deshalb am 17. und 18. Dezember 2013 in der Hottenküche des Kulturzentrums NATO neue Kompositionen und Improvisationen; zum 80. Geburtstag Petrowskys gibt es in Leipzig eine wahre Kreativ-Feier. Mit und neben seinem dynamischen Altsax-Tornado sortiert sich das Spitzenpersonal der Dresdner und Berliner, Leipziger und Kölner, Londoner und Brüsseler Szenen zu immer neuen faszinierenden Ensembles und theatralischen Installationen.

Alles was baumelt, bringt Glück! III. Akt des Videozyklus' zur Inszenierung außerordentlicher Alltäglichkeiten
(Regie: Gudrun Pappelteich) feat. Oliver Schwerdt, Friedrich Kettlitz, Jan Filkorn, Günter Baby Sommer, Wadada Leo Smith, Alexander von Schlippenbach, Phil Minton u.v.m.

19. November 2013 (20 Uhr); Leipzig, Spelunke, Radweg zwischen Gießerstraße und Naumburger Straße.

Jubelheft für Baby. Präsentation zur Fete zum 70. Geburtstag Günter Sommers.
Friedrich Kettlitz (voc), Katharina Sommer (fl), Ulrich Gumpert (p), Uwe Kropinski (git).
24. August 2013 (22 Uhr); Radebeul, Wilhelmshöhe 10.

Improvisationen für Friedrich Schenker.
Oliver Schwerdt (Aktionen, Schlägel, Flöten, Glöckchen). Michael Breitenbach (Sopransaxofon), Annekathrin Bahls (Klarinette), Shuichi Chino (Konzertflügel), Hermann Keller (Konzertflügel), Tilo Augsten (Konzertflügel), Hui Chun Lin (Violoncello), Gerd Schenker (Vibrafon); Peter Jarchow (Laudation), Tilo Augsten (Moderation).
13. Juni 2013 (19:30 Uhr); Leipzig, Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Günter Baby Sommer und das Räumliche in der Musik. Ein musikalisch-literarisches Wissenschafts-Theater.
Friedrich Kettlitz (Sprecher), Günter Sommer (Musikalischer Instrumental-Räumer der Gegenwart, d. h. Schlag- bzw. Schreit-, Fahr- und Schweb-Zeuger), Dr. Oliver Schwerdt (Text, Regie).
16. März 2013 (20 Uhr); Leipzig, Grassi Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig; "Leipzig liest".
Zum 70. Geburtstag des zentralen Jazzers ,teutscher Lande‘ erwartet das Museum für Musikinstrumente eine sagenhafte Premiere.
Günter Baby Sommer erspielt seit Mitte der 1960er Jahren an prominenten Orten immer wieder neue Musik. Nicht nur für die Entwicklung eines spezifischen Jazz' in Europa gilt er als zentraler Akteur. Höchstes Talent zeigte er über Jahrzehnte an der Seite von Sängern und Sprechern wie Manfred Krug, Wolf Biermann, Günter Grass und Rafik Schami. Heutzutage bringt er die Dinge im Verein mit der Performanzpoetin Nora Gomringer zum Klingen. Aus Anlass des 70. Geburtstages dieses Schlagzeugers der Zeitgenössischen Improvisationskunst präsentiert das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig eine sagenhafte Premiere: Ein musikwissenschaftlich ausgezeichneter Text wird von dem Sprechkünstler Friedrich Kettlitz höchst unterhaltsam inszeniert und mit dem musikalischen All Sommers von diesem selbst in Echtzeit verwoben. Erleben Sie eine außergewöhnliche Kulturgeschichtsschreibung zum Anhören. Erleben Sie neuere Musikgeschichte ,live‘! Sehen Sie sich diese an!
Die Museumsdirektorin Prof. Dr. Eszter Fontana. hält nicht zuletzt als Überraschung eine besondere musealistische Aufwartung bereit!

Zwei Hände für Bassman/Himmel. Improvisationen am Klavier.
Oliver Schwerdt (Konzertflügel).
3. März 2013 (16 Uhr); Leipzig, Grassi Museum für Angewandte Kunst; Finissage der Ausstellung "Zwei Leben für die Fotografie - Lillian Bassman und Paul Himmel".

EUPHORIUMs BWDB.b r r u b a d r° - Jubiläumsfestival musikalisch-theatralischer Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra.
I. New Old Luten Quintett feat. Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, fl), Elan Pauer (p, perc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db), Christian Lillinger (dr, perc).
II. Wer wagt, gerät. und Im Firmament der Schlachtsohle! - Akt I und II des Videozyklus' zur Inszenierung außerorderntlicher Alltäglichkeiten sowie Intermezzo mit Friedrichsschwerdt feat. Henß
III. Ulrich Gumpert: Freejazzclub - Der lange Skat spielt später mit Klavier feat. Manfred Hering, Ulrich Gumpert, Günter Sommer, Friedrich Kettlitz und die Kettlitzistische Kantorei.
Alles was baumelt, bringt Glück! III. Akt des Videozyklus' zur Inszenierung außerordentlicher Alltäglichkeiten feat. Oliver Schwerdt, Friedrich Kettlitz, Günter Baby Sommer, Wadada Leo Smith, Alexander von Schlippenbach, Phil Minton u.v.m.
Künstlerische Leitung: Dr. Oliver Schwerdt.
18.-19. Dezember 2012 (20 Uhr); naTo/ Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße.

Zum 30. Geburtstag der naTo präsentiert das Projektensemble EUPHORIUM_freakestra seine 10. musikalisch-theatralische Installation an diesem Ort. In diesem Jahr besteht das Mini-Festival aus vier Teilen. Zunächst geht es am ersten Veranstaltungstag mit einem Quintett um Ernst-Ludwig Petrowsky, der auch in diesem Jahr seinen Geburtstag zu diesem Anlass in Leipzig feiert (es ist nunmehr der 79.!), in der Tadition des Free Jazz hochenergetisch zur Sache: historische Aufführungspraxis ist mit dem Einsatz von 2 Kontrabassisten und Christian Lillinger garantiert! Als Intermezzo gibt es zunächst eine Kettlitzistische Verbaladresse an das Publikum, vorgetragen nicht nur klassischerweise mit Pling, sondern mit der Präsentation des leibhaftigen Horns der Erben Horns. Auch an den Minnesang wird erinnert. Und dann: die Präsentation des I. und II. Akts des Videozyklus‘ zur Inszenierung außerordentlicher Alltäglichkeiten. Auch der zweite Veranstaltungstag hebt mit einem Emblem nachbarschaftlicher Erinnerung an. Die grandiose Inszenierung einer Kettlitzistischen Kneipenszene spielt sich an dem erhaltenen Küchentisch des historischen Wohnsitzes Oliver Schwerdts aus der Karl-Liebknecht-Straße 90 ab. Zugleich erwarten wir das Come-Back der legendären 1973er Formation Gumpert-Sommer-Duo plus Hering. Achtung!: die Jazzgroßväter spielen Skat. Der Höhepunkt bildet die Premiere des 3. Langfilms der Künstlergruppe EUPHORIUM – sein Titel: Alles was baumelt, bringt Glück. Hier baumelt die ganze Garde der Zeitgenössisch Frei Improvisierten Musik als EUPHORIUM in Leipzig.

Friedrichsschwerdt feat. Henß: Yglade Wuhlropp Enter Fett (Eine triadische Schnepftaste aus Grom).
Friedrich Kettlitz: voc, Pling. Oliver Schwerdt: harp; Henß: grand piano.
1 Dezember 2012 (21 Uhr); naTo/ Leipzig.

Friedrich Kettlitz: Das Modern von Ockergaul (Jahreszeiten-Zyklus I, Herbst).
Friedrich Kettlitz: voc. Oliver Schwerdt: grand piano. Maya Dolderer: voc.
21 September 2012 (20 Uhr); Horns Erben/ Leipzig.

Es hebt also ein großes Modern an. "Wenn der Herbst da ist", zitiere ich uns selbst. Vom Ackergaul tropft doch der Ocker, oder das Ocker. Überhaupt sollten wir uns (ich habe am Vorabend in das Beuys-Buch hineingeguckt, an dem Knut Holtstäter mitgewirkt hatte) Beuys-Sachen angucken, da ist viel Ocker, gänzlich ohne Pop. Viel Filz und Fett, ockerner Moder, der schon zum Winter wird. Ein Hocker ist zentrales Motiv. Da steckt viel Beckett drin.

Friedrichsschwerdt: Wir Saunawirt. Ein Klamaukdrache in 25 Aufgüssen (Audio book from Feitenbrueden?)
Friedrich Kettlitz: voc. Oliver Schwerdt: grand piano. Maya Dolderer: voc.
18 März 2012 (20 Uhr); Horns Erben/ Leipzig.

Friedrich Kettlitz stempelt die Sprache ins Gesicht, drückt das gesichtete Gedicht aus seinem Nacken vor: z. B. die Bratvogelleber. Eine solche Attraktion stellt alle Slammer hinter die Rhetorik an. Denn: als Neo-Dadaist raucht Friedrich dem eigenen K e t t l i t z i s m u s. Nach seiner hunc literarisch inszenierten Reise mit zentralen Akteuren der Szene des Jazz und der Zeitgenössisch Improvisierten Musik wie Phil Minton, Friedrich Schenker, Paul Rutherford, Günter Baby Sommer und Uschi Brüning konfiguriert er zum Abschluß des diesjährigen Leipziger liest einen Klamaukdrauchen in 25 Aufgüssen. Mit dem Klavieristen Oliver Schwerdt ist er Wir Saunawirt. Kettlitzistische Gedicht-Folgen als performativ narriertes Bündel kurzweiliger Verse zu dezidiert zeitgenössisch gerempeltem Klavier. Eine Hörbuch-Release-Party aus dem Hause EUPHORIUM. Musik: Friedrichsschwerdt feat. Friedrichsdolderer.

EUPHORIUMs ADLDL.b r a k k° - Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra.
Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, fl), Elan Pauer (p, perc), John Edwards (db), Robert Landfermann (db), Christian Lillinger (dr, perc); Zriedrich Fettklit (voc); Axel Dörner (tp), Matthías Lorenz (cel), Sven-Ake Johansson (cym, carton, toy car, bow).
11 Dezember 2011 (20:30 Uhr); naTo/ Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße.

o.T.
Oliver Schwerdt (p, perc), Jörg Naumann (sax, fl).
12 August 2011 (18 Uhr); Bauhaus/ Dessau.

Free Music Meeting IV: WSN_Trio.
Fabian Niermann (ts), Oliver Schwerdt (p, perc), Florian Wiensczny (dr, perc).
21 April 2011 (21 Uhr); Telegraph/ Leipzig, Dittrichring.

Die Rigoräugker Farm-Farbe an Herzögen von Burgund.
Friedrich Kettlitz (voc), Günter Baby Sommer (dr, perc), Oliver Schwerdt (p, perc).
20 März 2011 (20 Uhr); Horns Erben/ Leipzig.

Baby Sommer in the City : Freak Jazz & Kettlizistisches Uschanagarnobil.
Friedrich Kettlitz (voc), Günter Baby Sommer (dr, perc), Oliver Schwerdt (p, perc).
15 Januar 2011 (20 Uhr); Cinema Nova/ Brüssel.

Schlippenbach Trio feat. EUPHORIUMs MEMBROCK.k a r s c h° - Eine musikalisch-theatralische Installation des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra.
Evan Parker (ts), Alexander von Schlippenbach (p), Paul Lovens (dr, perc), Ernst-Ludwig Petrowsky (as, cl, fl), Elan Pauer (p, perc), Christian Lillinger (dr, perc); Zriedrich Fettklit (voc).
14 Dezember 2010 (20:30 Uhr); naTo/ Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße.

Free Music Meeting III
Antonio Lucaciu (as), Oliver Schwerdt (p, perc), Christian Lillinger (dr, perc)
16 September 2010 (21 Uhr); Telegraph/ Leipzig, Dittrichring.

Gurämpel Heppl oder Die Hippel-, Hess- und Hopfensau
20 August 2009, 20 Uhr, Kunsthof/ Jena 07743, Ballhausgasse 3

Transatlantic Freedom Suite Tentet
29 August 2009, 20 Uhr, Oper/ Leipzig 04109, Augustusplatz 12

PRRRDT.g d g b a m a° - Eine musikalisch-theatralische Installation zum 10-jährigen Bestehen des EUPHORIUM_freakestra
30 August 2009, 20:30 Uhr, nato/ Leipzig 04275, Karl-Liebknecht-Straße 46

Friedrichsschwerdt
4 September 2009, 20:30 Uhr, naTo/ Leipzig 04275, Karl-Liebknecht-Straße 46

o.T.
29 Oktober 2009, 20 Uhr, Klavierhaus Fiech/ Leipzig 04179, Spinnereistraße 7

Oliver Schwerdt & Walter/Königstädt Duo
19 November 2009, 19 Uhr, Villa Tillmanns/ Leipzig 04107, Wächterstraße 30

 

 

Ihr Oliver Schwerdt,
erwartet wieder FETT!

 

 

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